Die ersten Erdbeeren haben wir dieses Jahr wieder Anfang August gepflanzt. Wie im vergangenen Jahr haben wir wieder die neue Sorte "Clery" gepflanzt: "Clery", die auch noch etwas früher reift, als unsere altbewährte Elsanta. Diese Sorte wurde in Italien gezüchtet. Die Vermehrung erfolgte in Deutschland von der Firma Erdbeerparadies Koffler (Durmersheim), deshalb waren die Pflanzen in diesem Jahr auch viel schöner als im vergangenen Jahr, als die Pflanzen aus Italien importiert werden mußten. Ein weitere neue Sorte "Alba" haben wir in diesem Jahr auch wieder gepflanzt, sie besticht durch ihre großen Früchte, aber leider schmeckt sie nicht so gut wie Clery und Elsanta. Die Früchte von Alba sind aber für die Vermarktung über den Handel bestimmt, weil sie auch besonders gut haltbar ist und dies auch immer wieder gefordert wird. Diese zwei neuen Sorten möchten wir in den nächsten Jahren auch weiterhin testen, um sie besser kennen zu lernen, bevor wir von diesen Sorten größere Flächen anpflanzen.

Unsere Hauptsorten bleiben aber nach wie vor unsere altbewährte Elsanta und Honeoye, hier haben wir die meiste Erfahrung und kennen alle Vor- und Nachteile. Diese Strategie an "Altem und Bewährten" zu bleiben und "Neues" im Auge zu behalten hat sich auch in den letzten Jahren als richtig erwiesen. Oftmals werden mit neuen Sorten ein oder zwei Jahre gute Erfahrungen gemacht und erst dann stellen sich viele Nachteile heraus.

 

Wir pflanzen jedes Jahr in den erste zwei Augustwochen unsere Erdbeeren. Nur einen kleinen Teil unserer Erdbeerfläche lassen wir ein zweites Jahr stehen.

Der Vorteil der einjährigen Kulturdauer liegt darin, daß wir schöne und große Früchte schon zu einem frühen Zeitpunkt im kommenden Jahr ernten können. Bei den zweijährigen Erdbeerfelder haben wir zwar einen höheren Ertrag, dafür kleinere Früchte und zu einem späteren Erntezeitpunkt.

Wir verwenden immer nur Pflanzen direkt aus dem Boden, ohne Erde daran.

Nachdem wir die Erdbeeren gepflanzt haben, müssen wir diese sofort beregnen, damit die Pflanzen nicht verbrennen bzw. vertrocknen. Bei den heißen Temperaturen muß dies oft schon während des Pflanzens erfolgen, so daß wir auch gleich eine Abkühlung bekommen.

Das Wasser für die Beregnung haben wir aus Brunnen zwischen 10 und 50 m Tiefe. Ein Erdbeeranbau ohne Beregnung ist für uns nur in einem sehr kleinen Rahmen möglich, da wir dann das Wasser für die Pflanzen mit dem Traktor auf das Feld fahren müssen.

 

Mit der Beregnung sind aber auch hohe Kosten verbunden. Das fängt an mit dem Brunnen selbst und geht über die Beregnungsleitungen bis zum Beregnungsaggregat bzw Schlepper der die Pumpe antreibt. Nicht zu vergessen ist dabei der Dieselverbrauch der zwar auch dieses Jahr "normal" war, jedoch der Literpreis jedes Jahr steigt.

In diesem Jahr hatten wir aber Glück, weil es immer wieder geregnet hat.

Mit unserer 4-reihigen Erdbeerpflanzmaschine setzen wir pro Stunde zwischen 5000 und 7000 Pflanzen pro Stunde. Dafür benötigen wir dann aber auch 8 Personen. Die Traktorfahrerin ist für gerade Reihen zuständig, 4 Personen sitzen auf der Maschine und legen die Erdbeerpflanzen auf die entsprechenden Greifer, 2 Personen sind für den Nachschub zuständig und eine Person kontrolliert die Pflanzung bzw ersetzt fehlende Pflanzen.