Obsthof Spinner 

Obsthof Spinner

Kern-, Stein-, Beerenobst
Anbau/ Verkauf /Brennerei

Zusenhofener Str. 19
77704 Oberkirch-Nußbach
Tel. 07805 910009
E-MailLage

Unser Erntekalender für unser Obst und Gemüse


Anfang Mai bis Anfang Juli täglich frische Erdbeeren
Anfang Juni bis Anfang Juli Himbeeren und Kirschen
Ende August Sommeräpfel, Zwetschgen, Birnen, Kürbisse
September und Oktober Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Tafeltrauben, Speisekürbisse, Zierkürbisse
September bis Dezember Birnen
September bis März Äpfel, Kartoffeln, Zwiebeln



Bei uns können Sie entsprechend der Jahreszeit
alle Früchte frisch kaufen

Wann welche Früchte Reif sind, können Sie aus unserem Erntekalender entnehmen.
Den genauen Zeitpunkt zu dem wir unser Obst und Gemüse zum Verkauf anbieten,
können Sie unter der Seite Aktuelles erfahren.

Jan Feb März April Mai Juni Juli Aug Sept Okt Nov Dez
                          Erdbeeren                                  
                              Himbeeren                                  
                                Kirschen                                  
                                            Zwetschgen                
                                              Trauben                  
                                        Tomaten                    
Äpfel                         Äpfel
                                              Birnen    
                                              Speisekürbisse    
                                              Deko-Kürbisse            

Feldverkauf an der B 28

Während der Erdbeerzeit, in diesem Jahr 2018

ist schon geschlossen

Täglich 8:00 bis 18:00 Uhr
Sonn- und feiertags 9:00 bis 18:00 Uhr

Herbstverkauf

16. August - 21. Oktober

Täglich 10:00 bis 19:00 Uhr
Sonn- und feiertags 9:00 bis 18:00 Uhr

Der Hofladen

ab. 22. Oktober wieder regelmäßig geöffnet bis zum Ende der Apfelsaison im April 2019


Mittwoch und Freitag von 9 bis 18:30 Uhr
Samstag von 9 bis 14 Uhr

Sonn- und feiertags geschlossen


Verkaufsstände »


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Erdbeerenanbau

Die Anbauplanung

Die Erdbeere ist eine anspruchsvolle Pflanze, sie liebt gute Böden und viel Pflege. Bei den Erdbeeren wechseln wir die Felder alle 1 bis 3 Jahre, in der Zwischenzeit werden auf den Feldern verschiedenen Gründüngungsarten kultiviert, dabei sind es meistens Blühmischungen. Diese haben verschiedene Funktionen:

  • In erster Linie sorgt die Pflanzendecke dafür, dass der Boden beschattet wird und dadurch die Bodenorganismen aktiviert werden. Außerdem schützt der Bewuchs vor Erosion und Nährstoffauswaschung.
  • Durch das Einarbeiten der Blatt- und Wurzelmasse wird der Boden mit organischer Masse versorgt, so dass auch das Bodenleben angeregt wird, denn die Bodenorganismen wandeln die Biomasse in Humus um.
  • Starke Wurzelbildung sorgt dafür, dass der Boden gelockert, auch in tieferen Schichten. Dadurch wird die Wasser- und Sauerstoffversorgung natürlich und nachhaltig verbessert.
  • Die Wurzeln nehmen Nährstoffe auf und verhindern somit auch eine Auswaschung ins Grundwasser.
  • Bekämpfung von speziellen Schädlingen, z.B. Nematoden, dafür werden Tagetes, auch Studentenblumen gesät. Die Wurzeln locken die Nematoden an und wenn die Schädlingen dann an den Wurzeln saugen, werden diese abgetötet.
  • Den Stickstoff aus der Luft zu sammeln und damit für die folgende Kultur bereit zu halten.

Wichtig für uns ist, dass wir nicht immer die gleichen Gründüngungen aussäen, sondern auch hier wechseln, um wenigstens hier eine größere Vielfalt auf das Feld zu bekommen. Schließlich hat jede Pflanze ihre verschiedenen Vorzüge.

Auf manchen Feldern wird vorher auch Weizen angebaut, dieser liefert uns dann das Stroh, auf dem wir alle unsere Erdbeeren dann betten. Die Weizenernte ist normalerweise auch bis Mitte Juli abgeschlossen, sodass wir dann direkt danach auf ein unkrautfreies Feld unsere neuen Erdbeeren pflanzen können.

Die Bodenvorbereitung

Eine gute Bodenvorbereitung ist die Grundlage für das erfolgreiche Anwachsen der kleinen Erdbeerpflanzen. Dafür verwenden wir noch die traditionelle Technik des Pfluges, so wie es auch schon unsere Vorfahren gemacht haben. Das Pflügen hat den Vorteil, das noch vorhandene Erntereste von dem Oberboden nach unten abgelegt werden und somit eine feinkrümelige Bodenstruktur im oberen Bereich geschaffen wird. Ganz wichtig dabei ist es nicht die Struktur des ganzen Bodens zu zerstören, dabei kommt es auch immer auf den richtigen Zeitpunkt an. Um diesen herauszufinden muß man auch oftmals auf das Feld fahren und sich den Boden genau anschauen und dann mit dem Blick auf den Wetterbericht den richtigen Augenblick auswählen.

Einen guten Boden kann man in einem Jahr durch falsche Bearbeitung, sei es durch die Auswahl nicht passender Maschinen oder den falschen Zeitpunkt, schwer schädigen. Um solche Fehler gut zu machen, braucht man wieder Jahre.

Der Boden ist unsere Grundlage und das schon seit Generationen, die Fruchtbarkeit müssen wir auf Dauer sichern.

Die Pflanzung - Kulturverfahren

Die meisten Erdbeeren pflanzen wir Ende Juli bis Mitte August. Dabei verwenden wir für unseren normalen Anbau wurzelnackte Grünpflanzen, die aus speziellen Vermehrungsbetrieben kommen. Der Vorteil ist, dass wir dies maschinell pflanzen können und das sehr schnell geht. Für unseren frühen Anbau auf kleinen Dämmen die mit Schwarzfolie bedeckt sind, bevorzugen wir getopfte Pflanzen. Diese müssen aber alle einzeln von Hand gepflanzt werden, aber durch den Wurzelballen wachsen diese Pflanzen dann einfacher an.

Aber alle Pflanzen haben eines gemeinsam, sie brauchen viel Liebe und Pflege bis zum Herbst. Die Zeit vom Anwachsen bis Mitte Oktober nutzt die Pflanze dazu ihre Blütenanlagen für das nächste Jahr an zu legen. Eine gut kultiviert Pflanze ist also die Voraussetzung für eine erfolgreiche Ernte.

Eine eigene Pflanzenvermehrung ist bei unseren Hauptsorten nicht möglich, denn dies sind alles Lizenzsorten, die man nicht selbst vermehren oder wiederverkaufen darf. Lediglich unsere älteste Sorte Elsanta dürfen wir jetzt lizenzfrei vermehren, da hier der Sortenschutz schon abgelaufen ist.

Für eine frühe Ernte müssen wir einiges machen, hier wichtigsten Punkte:

  • Frühe Sorte – Clery
  • Auswahl eines frühen Standortes, dies sind meistens leichtere Böden (sandige oder kiesige Felder), die sich schnell im Frühjahr erwärmen und am besten noch in windgeschützter Lage
  • Bedingungen für eine schnelle Bodenerwärmung können wir auch durch kleine Dämme die mit Schwarzfolie bedeckt sind erreichen. Denn durch die Sonneneinstrahlung erwärmt sich die Erde darunter schneller und ist auch nicht so feucht.
  • Bedeckung der Pflanzen durch Verfrühungsfolien oder Vliese am Ende des Winters, um einen frühzeitigen Austrieb zu fördern.
  • Überdachung durch Tunnel, damit wird ein noch größeres Wärmepolster im Frühjahr geschaffen, dass den Pflanzen ein viel wärmeres Klima und damit auch eine insgesamt frühere Vegetation ermöglicht.

Herzblut, unsere Erdbeertunnels

Im Jahr 2012 haben wir unsere ersten Tunnels für die Erdbeeren aufgestellt und warum eigentlich? Gerade in den Jahren davor, hatten wir regelmäßig viele Ausfälle durch Starkregen und Hagel während der Ernte. Dies führte natürlich zu Ernteausfällen und vor allem auch zu nicht mehr kalkulierbaren Kosten. Was aber noch viel schlimmer ist, man hat ein ganzes Jahr sein Bestes gegeben und dann gibt es nichts zum Ernten. Oftmals lohnt sich dann nicht einmal mehr das Auspflücken der schlechten Früchte, da die Lohnkosten im Vergleich zum Verkaufspreis dann zu hoch sind. Dies hat uns dann dazu bewogen wenigstens ein Teil unserer Erdbeeren im Tunnel anzubauen.

Wir haben dabei viele neue Erfahrungen erleben dürfen. Eine positive Überraschung für uns war die hohe Qualität der Früchte die wir ernten dürfen. Durch den Witterungsschutz können wir immer warten bis die Erdbeeren richtig reif sind und müssen keine Angst mehr haben, vor Regen oder Hagel, der vor allem die ganz reifen Früchte schädigt. Diese leckeren und süßen Früchte entschädigen dann auch für vieles was wir bisher nicht kannten. Dazu zählt z.B. die Angst bei Schneefall oder Stürmen, die unsere Tunnels zerstören können, genauso wie die dauernde Arbeit mit dem Öffnen und Schließen der Tunnels. Dies ist nötig um frühzeitig mit der Ernte beginnen zu können, aber auch um ein optimales Klima für die Pflanzen und ein schlechte Voraussetzungen für Krankheiten zu schaffen. Gerade hier haben wir aber herausgefunden, dass wir durch diese Technik sogar Pflanzenschutzmittel einsparen können, so z.B. bei Pilzkrankheiten, die wir verhindern können, indem wir die Feuchtigkeit im Tunnel regulieren.

Noch interessanter war für uns die Erfahrung wie wir erfolgreich Schädlinge biologisch bekämpfen können. Um dies weiter auszubauen sind wir dem Beratungsdienst Nützlingseinsatz Baden e.V. beigetreten. Hier werden wir durch spezielle Berater unterstützt nicht nur in der Überwachung der Schädlinge, sondern auch bei der Kontrolle der Nützlinge. Dies ist besonders wichtig, denn dadurch kann auf eine Behandlung mit Pflanzenschutzmittel verzichten und falls es einmal nicht genügend Nützlinge gibt, dann kann man diese auch kaufen und ausbringen. Natürlich gehört da schon etwas Vertrauen dazu, wenn man z.B. Bohnenblätter die mit Raubmilben (=Nützlinge, die fressen die Schädlinge=Spinnmilben) besetzt sind einzeln über jeder Erdbeerreihe verteilt, um den Schädling zu dezimieren. Für uns ist dies aber ein Stück Zukunft auch wenn das etwas mehr Arbeit macht und eine Spritzung vielleicht billiger wäre. Jedoch ohne Pflanzenschutz ist der Erdbeeranbau zu vernünftigen Preisen nicht möglich, das möchten wir auch ganz klar sagen!

Traditioneller Erdbeeranbau

Die meisten Felder bewirtschaften wir aber noch wie früher, d.h. ohne den Einsatz von Folien. Um Erdbeeren im Juni zu ernten benötigen wir keine Verfrühungsfolien, sei es über oder auch unter der Pflanze. Der Vorteil dieser Produktionsweise sind die niedrigen Kosten beim Anbau bis zur Ernte. Ein Teil dieser Pflanzen lassen wir dann sogar noch ein weiteres Jahr stehen um nochmals eine Ernte zu haben, die Früchte sind dann zwar oft nicht mehr so groß, aber zum Marmeladekochen sind diese ideal. Diese Anbauform ist auch unsere Grundlage für eine späte Ernte bis in den Juli, denn diese Pflanzen werden im Februar schon mit Stroh komplett abgedeckt, damit sie einen etwas längeren Winterschlaf haben und somit dann auch später erntereif sind.

Mit dieser Anbauform möchten wir auch einen Ausgleich schaffen, damit wir auch noch einen folienfreien Erdbeeranbau haben. Dies möchten wir auch so lange machen, wie es noch eine Nachfrage nach frischen Erdbeeren im Juni/Juli gibt. Unser Ziel ist es immer Neues zu probieren und Altbewährtes zu erhalten.

Auf Stroh gebettet

Um unsere Erdbeeren direkt nach dem Pflücken essen zu können, müssen diese sauber sein. Dafür bringen wir in alle unsere Erdbeerfelder Stroh aus. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil ist, dass die Früchte nicht so krankheitsanfällig sind. Nach der Ernte wird dann das Stroh komplett in den Boden eingearbeitet und sorgt somit für ein aktives Bodenleben. Wussten Sie, dass wir die 2 bis 3 fache Menge Stroh auf ein Feld bringen, welche vorher auf einem Weizenfeld gewachsen ist? Dies ist vielleicht auch ein Grund weshalb es unseren Erdbeeren so gut geht.

 


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